LkSG Tool Box

Für mehr Transparenz in den weltweiten Lieferketten

Das „Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten“, kurz LkSG, tritt am 1. Januar 2023 in Kraft. Damit wird die Einhaltung von Standards bei sozialen Rahmenbedingungen und Umweltaspekten entlang der Wertschöpfungskette verpflichtend. Zunächst für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden, ein Jahr später sinkt dieser Schwellenwert auf 1.000 Mitarbeitende. Jedoch werden auch kleine und mittlere Unternehmen schon 2023 betroffen sein, denn als Zulieferer für große Vertragspartner sind auch sie Teil einer Lieferkette. Und dann kommt da noch die EU-Richtlinie…

Der BME hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ein gemeinsames Verständnis der Risikofaktoren, Präventions- und Abhilfemaßnahmen mit den Unternehmen zu entwickeln, die Umsetzung der Sicherungsmechanismen zu beschreiben und die Konsequenzen im Handeln aufzuzeigen.

Nachdem als Ergebnis der Erhebung in der Mitgliedschaft seit Beginn des Jahres bereits ein Expertenkreis ins Leben gerufen wurden, bietet der BME nun zusätzlich zur BME-Zertifizierung „Nachhaltige Beschaffungsorganisation“ eine LkSG Tool Box, bestehend aus 3 Bausteinen, die je nach Zielsetzung des Unternehmens kombiniert werden können:

  1. Baustein: LkSG Stakeholder Dialog
  2. Baustein: LkSG Risikomanagement
  3. Baustein: LkSG Check

Im 1. Baustein, LkSG Stakeholder Dialog, identifizieren wir gemeinsam mit Ihnen die für Ihre Einkaufsorganisation relevanten Anforderungen aus dem LkSG und eine ressourcenschonende Herangehensweise bei der Umsetzung. Wir erarbeiten zusammen einen verbindlichen Umsetzungszeitrahmen und vermitteln die Grundlagen einzelner komplexer Teilbereiche, z.B. Risikoanalyse, Erstellen einer Wesentlichkeitsmatrix und die Integration der Sorgfaltspflichten in Ihren Beschaffungsprozess. Auf Wunsch unterstützen wir darüber hinaus auch bei der Einführung einer Nachhaltigkeitsstrategie für Ihr Einkaufsorganisation (BME-Zertifizierung „Nachhaltige Beschaffungsorganisation“).

Im 2. Baustein, LkSG Risikomanagement, implementieren Sie zusammen mit unserem Partner IntegrityNext ein Risikomanagement Tool, um diejenigen Sorgfalts- und Berichtspflichten rechtssicher zu erfüllen, die häufig als besonders komplex und zeitintensiv angesehen werden:

  • die Erhebung und Analyse nicht-finanzieller Daten von allen unmittelbaren Zulieferern
  • die Einführung eines systematischen Risikomanagements
  • die Durchführung regelmäßiger Risikoanalysen
  • das Ergreifen von Abhilfemaßnahmen
  • die Risikoüberwachung mittelbarer Zulieferer sowie
  • die Dokumentation und Berichtserstattung zu Präventionsmaßnahmen

Die Abdeckung aller vom Gesetz geschützten Rechtspositionen sind juristisch geprüft und durch ein anwaltliches Rechtsgutachten belegt.

Der 3. Baustein, LkSG Check, besteht aus einem Selbstaudit in der Form eines standardisierten und gelenkten Fragebogens und der Formulierung einer Selbstverpflichtungserklärung, die die aktuellen Mindestkriterien des LkSG enthält. Die Methodik beruht auf der Erfüllung folgender Kriterien:

  • Performance “Grün” bei den Fragebögen Umweltschutz, Menschenrechte, Arbeitssicherheit und Verantwortung in der Lieferkette
  • Zusätzliche Validierung durch einen anerkannten Risikomanagement Tool Provider wie bspw. IntegrityNext
  • Verfassen eines "Letter of Commitment"
  • Kontinuierliche Überwachung der eigenen Lieferanten

Damit bietet der BME Unternehmen jeder Größe die Möglichkeit LkSG Fragestellungen zu strukturieren und in das eigene Risikomanagement zu integrieren.

Eine Kooperation von BME und IntegrityNext

Fotos: BME e.V.

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